
Zeit für ein bisschen Wärme und herbstliche Sonne, bevor man noch komplett im Schnee versinkt. Das Bild wurde im Oktober „nebenbei“ gemacht, als ich auf dem Weg zur eigentlichen Location war.


Zeit für ein bisschen Wärme und herbstliche Sonne, bevor man noch komplett im Schnee versinkt. Das Bild wurde im Oktober „nebenbei“ gemacht, als ich auf dem Weg zur eigentlichen Location war.


Ein Weg auf dem Pico Ruivo, Madeira. Die leere Hütte war für eine kleine Pause sehr willkommen. Der Weg nach oben war zwar anstrengend, jedoch durch die sehr gut ausgebauten Wege angenehm. Der Ausblick vom Berg auf die Insel war ein Traum! Sobald der Nebel verschwunden war zumindest 🙂


Immer wieder entdecke ich Bilder aus meinem Archiv, die ich vorher nicht wahrgenommen habe. Dieses ist eines davon, dass für sich schon eine interessante Stimmung vermittelt.
Steinpfad im Nebel führt durch grüne Berglandschaft.
Madeira, Portugal

„Warte bitte einen Moment“, sage ich und bleibe stehen. Es ist ruhig – so ruhig, wie eine menschenleere Natur nur sein kann. Ich bin umgeben von Büschen, deren Grün so penetrant ist, dass es wie ein Tunnel wirkt. Über mir nur der graue Nebel. Ein paar Meter vor mir steht meine heutige Frau, mir den Rücken zugewandt – sie weiß schon, was passieren wird. Genau so haben wir es besprochen und geübt. Ich hole meine Kamera aus der Halterung und atme tief ein und aus, schaue mir die Umgebung an. Ich bücke mich und schaue durch den Sucher.

„Aus einem grünen Tunnel blickend schaue ich den rötlichen Weg entlang. Auf dem Weg sehe ich eine Person – mir den Rücken zugewandt. Sie macht einen Schritt von mir weg. Vor dem ungewissen, grauen Horizont wirkt sie wie ausgeschnitten – den Blick vereinnahmend.“
Ich drücke ab. Mit Freude schaue ich mir das Bild an. Es ist nicht großartig, ist jedoch ein Teil vom Abenteuer. Es ist eines der Bilder, die den Weg zum Gipfel des Pico Ruivo erzählen. Es ist eines der Bilder, welche die Erinnerungen an einen traumhaften Urlaub prägen – ob als Schlüsselmoment, einfaches Ereignis oder Randbemerkung.
Gemeinsam gehen wir den Weg weiter.

Ich bleibe wieder stehen und schaue mich um. Eigentlich sollte es nur ein paar Meter vom Weg entfernt steil bergab gehen, doch dieser alles umschlingende Nebel verheimlicht diese Tatsache. am Wegesrand sehe ich eine kleine Pflanze, die mit purem Stolz ihr Grün Richtung Himmel reckt und fast schon nach Aufmerksamkeit Schreit. Diese schenke ich ihr nur zu gerne. Dieses Bild gehört zu den kleinen Randbemerkungen, die mich immer wieder schmunzeln lassen.

Der Weg, wie ein roter Faden durch die Reise, führte uns weiter zu einer kleinen Hütte. Wo sonst Menschen eine Pause einlegen und ihre Füße entspannen, war keine Menschenseele, außer uns. Direkt nutzte ich wieder die Gelegenheit, um die leere Hütte festzuhalten. Wie ein Fels in der Brandung wirkt sie inmitten der roten und kraftvoll grünen Umgebung eindrucksvoll. Der Nebel tut hier sein übriges für die Moody-Stimmung – sie ist einsam und trostlos.